Holzlagerung

So lagern Sie Holz richtig – luftig und trocken!

Grund­sätzlich ist darauf zu achten, dass die Holzscheite ein paar Zentimeter Ab­stand zur Wand haben. Als Unterlage eignen sich Paletten oder Roste. Holzsta­pel auf keinen Fall dicht einpacken, sondern nur von oben abdecken.
Auch belüftete Gitterboxen und Holz­mieten sind eine gute Möglichkeit. In Gitterboxen (alternativ ringförmige Baustahlmatten) wird das Holz nicht gestapelt, sondern lose hineingeworfen. Das geht schnell, braucht aber viel Platz.
Das Stapeln in runder Form zu einer standfesten Holzmiete erfordert dagegen etwas Übung. Dafür kann man viel Holz unterbringen und der Holzturm sieht auch noch ansprechend aus.
Das Wichtigste ist, das Holz luftig und trocken zu lagern und vor der Witte­rung zu schützen. Ein seitlicher Platzregen macht dem Brennholz wenig aus, ständige Feuchte von unten oder oben setzt ihm jedoch zu.
Für die sachgerechte Lagerung sind daher offene Holzschuppen oder Holzregale, die es in verschiedenen Größen zu kaufen gibt, gut geeignet.

Es empfiehlt sich auch eine sonnige, am besten nach Süden ausgerichtete Hauswand mit Dachüberstand.
Grundsätzlich sollte immer im Freien oder offenen Schuppen gelagert werden. Feuchte Keller oder geschlossene Garagen bringen das Holz zum Stocken, Pilze breiten sich aus.
Fertig angeliefertes Kaminholz wurde meistens in Kammern technisch getrocknet und kann daher sofort verwendet werden. Die Restfeuchte liegt bei Qualitätsholz deutlich unter 20 Prozent – daher ist trockenes Holz auch leichter als feuchtes. Frisch geschla­genes Nadelholz hat zum Vergleich eine Holzfeuchte von etwa 50 bis 70 Prozent, bei Laubhölzern ist sie noch deutlich höher.
Wer es genauer wissen will, kann mit einem Holzfeuchtmessgerät prüfen, ob das Holz schon für den Kamin geeignet ist. Dafür werden die Messdorne entlang der Faserrichtung möglichst tief in das Holz gestochen. Über eine Skala oder digital lässt sich der Feuchtgehalt ablesen. Um 20 Pro­zent ist in Ordnung, viel trockener als etwa 14 Prozent Holzfeuchte bekommt man sein gelagertes Brennholz in der Regel nicht. Je nach Ausstattung kosten gute Messgeräte etwa 50 bis 200 Euro. Kleine, einfache Geräte werden auch für 10 bis 20 Euro angeboten.